Jagdliche Ausbildung

Grundsätzliches zum Anfang


Nichts verdirbt dem Jäger die gute Laune mehr, als ein nicht gehorchender Jagdhund. Es reicht nicht aus, einen Junghund - wenn er groß genug ist - mit zur Jagd zu nehmen und ihn einfach nach seinen Instinkten handeln zu lassen. Wir brauchen einen Hund, der mit hoher Sicherheit unseren Kommandos folgt und im Familienrudel ein loyales Verhalten zeigt.

Vor der Ausbildung müssen wir uns vergegenwärtigen, wie das Endprodukt aussehen soll, was unser Teckel zu leisten vermag und was wir im Allgemeinen oder sehr Speziellen von ihm abverlangen wollen. Die Ausbildung zum Spezialisten verlangt die Zurückhaltung in den anderen jagdlichen Einsatzgebieten.

Die erfolgreiche jagdliche Zusammenarbeit zwischen Hund und Jäger bedarf einer sehr engen vertrauenvollen Bindung. Diese, wie die Erziehung, wird wesentlich gefördert, wenn unser Teckel schon möglichst früh, ab der 8. Woche, beim Züchter abgeholt und dann als vollwertiges Mitglied der Familie behandelt wird.

 

Die jagdlichen Abrichtefächer

Sie sollten Ihren Teckel selbst ausbilden, nur das eigene Tun können Sie kontrollieren. Es ist auch sehr fraglich, ob ein fremddressierter Hund Sie später als Alphatier anerkennt.

 

Ablegen

Der Teckel beherrscht bereits das Kommando "Platz"! Bei den täglichen Reviergängen legen Sie den Teckel neben oder auf den Rucksack immer auf eine trockene Stelle und geben Ihr Kommando für das Ablegen. Sie entfernen sich und verstecken sich hinter einem Baum. Steht Ihr Teckel auf, treten Sie hervor und wiederholen das Kommando. Nach dem Abholen wird der Hund intensiv abgeliebelt und gelobt.

 

Schweißarbeit

Sie beginnen die Ausbildung sehr früh. Das Anlegen der Schweisshalsung und die Untersuchung des Anschusses werden zum immer gleichen Ritual. Der Teckel wird einige Meter vom Anschuss entfernt mit bereits angehalstem Schweissriemen abgelegt. Sie machen so den Teckel aufmerksamer und beim Ablegen kann er sich auf seine nun folgende schwierige Aufgabe konzentrieren. Die Übungsfährten sind am Anfang sehr kurz und haben eine Stehzeit von ca 2-3 Stunden. Mit und mit wird die Distanz und die Stehzeit erhöht, es werden Wundbetten mit Haken und an markierten Stellen die Fährte kreuzende Verleitungsfährten oder Schleppen eingebaut. Am Ende findet der Teckel immer eine Decke oder ein Stück Wild und wird, wenn er "findet" reichlich genossen gemacht. Scheitert er an der Übungsfährte, wird er ohne Lob und Tadel abgetragen. Die nächste Fährte sollte dann etwas leichter sein. Führer, die Ihren Teckel für die Praxis ausbilden, sollten die Fährte mit einem Fährtenschuh treten. Dies ist viel praxisnäher.

 

Bauarbeit

Sie sollten Ihren Teckel, wenn er für die Bauarbeit vorgesehen ist, auf jeden Fall in einer DTK-Schliefenanlage einarbeiten. Hier wird Ihnen der stets erfahrene Schliefenwart ein kompetenter Partner und Ratgeber sein. Wo die nächste Anlage zu finden ist, erfahren Gruppenmitglieder vom Vorstandskollegium.

 

Stöbern

Sie suchen mit Ihrem jungen Teckel eine einzeln liegende Dickung auf. Dort verweilen Sie am Dickungsrand und ermuntern Ihren Teckel, die Dickung anzunehmen. Der junge Hund entfernt sich anfänglich sehr ungerne von Ihnen und wird häufig zurückkommen. Sie loben ihn, ermuntern ihn aber gleich, wieder die Dickung anzunehmen. Irgendwann verknüpft er, dass Sie immer an der gleichen Stelle auf ihn warten und er macht auch die Erfahrung, dass Wild meist im Innern der Dickung zu finden ist. Wenn der Teckel länger als 10 Minuten weg bleibt, pfeifen Sie ihn ab. Kommt er, loben Sie ihn und er darf gleich wieder stöbern. Ideale Bedingungen schaffen Sie, wenn es Ihnen gelingt Beute im Beisein des jungen Hundes zu machen. Er wird diese Jagderfolge dann mit Ihnen, Ihrer Nähe, dem Jagen mit Ihnen, verknüpfen

 

 
 
 
 
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