Von 2011 bis 2013 fand die Bundessiegersuche in den weitläufigen Revieren des Hürtgenwaldes statt.

Die Schirmherrschaft übernahm das zuständige Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, um damit die Partnerschaft und Verbundenheit des Staatswaldes zum Gebrauchshundewesen allgemein und der Teckelarbeit im Besonderen zu würdigen.

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Biberteich im Hürtgenwald

 
Der Hürtgenwald 

Das ca. 10000 ha große geschlossene Gebiet des Hürtgenwaldes war seit der Frankenzeit, ab etwa 500 n.Chr., Königsgut. Die fränkischen Könige übertrugen Wälder und Ländereien als Lehen besonderen Vertrauenspersonen bzw. verdienten Gefolgsleuten. So erhielten die Grafen von Jülich (seit 1356 Herzöge) ab 1200 „…das Wiltbant zwischen Maze und Rhine…“. Die Lehnsherren wiederum vergaben die Nutzungen wie Holz, Köhlerei, Rodung, Bienenweide, Waldweide, Streunutzung und Bergbau an Siedlungen und Einzelpersonen gegen Entgelt. Um 1770 teilte die herzogliche Kammer das große Waldgebiet in 22 Berechtigte (Kommunen) auf. Nach dem Wiener Kongress verkauften die Gemeinden den verwilderten und durch Raubbau über Jahrhunderte „wertlosen“ Wald an den preußischen Staat. Die Preußen forsteten die devastierten Wälder gegen den Widerstand der Bevölkerung überwiegend mit Fichten aber auch Kiefern mit dem Ziel auf, in der nächsten Generation wieder zum Laubholz überzugehen. Dieses Ziel wurde durch Reparationshiebe nach dem Ersten Weltkrieg aber vor allem durch die fast vollständige Zerstörung im Zweiten Weltkrieg (die Schlacht im Hürtgenwald von September 1944 bis Februar 1945) verschoben. Nach dem Krieg war eine schnelle Wiederaufforstung nur mit Fichten möglich, die in großer Zahl verfügbar waren. Mit 50 Millionen Pflanzen und der Hilfe vieler Freiwilliger schaffte man den Kraftakt in wenigen Jahren. Heute finden wir auf großer Fläche einen gleichaltrigen Wald vor, der durch Windwürfe, Käferkalamitäten, starke Durchforstungen und den Voranbau von Buchen und Douglasien allmählich wieder an Struktur gewinnt. Seit 1985 wird der Staatswald in Teilen und seit 1990 auf ganzer Fläche ohne Kahlschlag bewirtschaftet.

Vorkommende Schalenwildarten sind Rot-, Muffel-, Schwarz- und Rehwild. Etwa 50 %  der Flächen im Hürtgenwald sind verpachtet oder als Pirschbezirke vergeben. Die jährliche Jagdstrecke liegt in der Regiejagd incl. der Pirschbezirke auf einer Fläche von ca. 6200 ha bei durchschnittlich 55 St. Rotwild, 20 St. Muffelwild, 160 St. Schwarzwild und 150 St. Rehwild. Der Hürtgenwald ist auf ganzer Fläche Heimat der Wildkatze, beherbergt seit 1985 ein gesichertes Bibervorkommen und der Schwarzstorch brütet hier erfolgreich seit ca. zehn Jahren. 

Konrad H.

Forstamtsleiter

Regionalforstamt Rureifel – Jülicher Börde

 

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Teilnehmer und Gäste fanden während der Prüfung Parkmöglichkeit auf dem Wanderparkplatz am "Haus Solchbachtal",

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den sie auf der unten stehenden  Googlemaps-Seite als Zielpunkt sehen. Zum Forsthaus sind es von hier aus ca. 150 m Fußweg.

 

 
 

Das Museumssägewerk

 

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 Die vermutliche längste Bank der Welt, die aus einem Baum gefertigt wurde. 

 

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