Die Gruppe Aachen-Dreiländereck richtete vom 29.03 - 30.03.2014 in den wildreichen Revieren des Hürtgenwaldes zum achten mal den Eifelpokal aus.

Das Ergebniss:

8. Eifelpokal vom 29 bis 30-03-2014

EP 2014.1
29-30.03.2014 PL: Josef Ramacher
29.03.2014 Richter: Christina C., Helmut Münter, Ralph Quassowski (Notrichter bei Los 2: Josef Ramacher)
30.03.2014 Richter: Ralf J., Gottfried Beyss, Burkhard S.

Gesamtwertung Eifelpokal

Nr Name Stammbnr Führerin
1 Eik von Horst Emscher   Ute Quassowski

29.03.2014

Teilprüfung "Schweißprüfung ohne Richterbegleitung"

Nr Name Stammbnr Führer

Anzahl

Verweiser

Zeit
1 Winni vom Grauen Stein 10T0907R Dr. Günter S. 4 35
2 Eik von Horst Emscher 10T0090R Ute Quassowski 4 46
3 Inka vom Lortzengrund 12T0726R Marc E. 1 überschritten
4 Anton vom wilden Wein 07T1066R Tjeerd B. 1 überschritten

30.03.2014

Teilprüfung "Waldsuche"

Nr Name Stammbnr Führer Punkte Preis
1 Inka vom Lortzengrund 12T0726R Marc E. 100 I
2 Jason vom Lindenrund 12T0274K Laura Vollmer 96 I
3 Tara von der Lesum 0604097R Ute Quassowski 88 I
4 Eik von Horst_Emscher 10T0090R Ute Quassowski 87 I

 

Bläser EP 2014

Lesen Sie hier eine Schilderung des Teckels "Paco", der auf Umwegen zuerst zum Start und dann auch zum Gesamtsieg kam.

  

8. Eifelpokal auf Umwegen

Es war ein lauer Sommerabend im Jahr 2012 als ich sie zum ersten Mal sah. Bei ihrem Anblick war ich derart entzückt, es war sofort um mich geschehen. Das Wesen von dem ich beim Erzählen heute immer noch ins Schwärmen gerate, war gerade 8 Wochen alt, als sie in mein Leben trat. Eine Wachteline namens „Tessa vom Schwarzbruch“. Ich, ein Teckelrüde „Eik von Horst Emscher“ von allen nur Paco genannt, änderte von diesem Tag an schlagartig mein Leben. Bis dahin führte ich ein ausgefülltes Dackelleben mit meiner Chefin Gaby Kuckertz zusammen. Tessa sollte ihrer Führerin, Ute Quassowski, in vielen jagdlichen Dingen zukünftig zur Seite stehen und so fingen die beiden auch sehr früh an miteinander zu arbeiten. Ein Aufgabengebiet meiner großen Liebe sollte die Schweißarbeit werden. Bis dahin hatte ich von Schweiß in diesem Zusammenhang wirklich noch nie etwas gehört. Aber was man nicht kennt kann man ja noch kennen lernen. Das sagte sich auch meine Chefin Gaby. Sie fand diese Arbeit schon immer hoch interessant und so traute sie sich schließlich eines Tages und fragte Ute ob sie ihr für mich eine Übungsfährte legen könnte. Gesagt getan. Nach anfänglichem Erstaunen meinte Ute man könne es ja mal versuchen und so trafen wir uns Sonntagmorgens im Wald zum ersten gemeinsamen Üben.

Tessa inzwischen 4 Monate alt wüsste genau worum es hier ging und was sie am Ende der Fährte erwartete. Sie meisterte ihre Aufgabe mit Bravour. Nun war ich an der Reihe. Meine Chefin zog mir zum ersten Mal in meinem Leben eine Schweisshalsung samt Riemen an. Ich muss sagen ich war schon etwas irritiert. Nun wurde ich zum Anschuss gebracht. Gaby war ganz aufgeregt. Sie verhielt sich total übertrieben dieser komischen Stelle am Boden gegenüber. Ich solle nun gleich mal gucken kommen. Artig wie ich bin wackelte ich zu ihr und schnüffelte mal an der besagten Stelle. Naja, ich konnte nichts besonders Tolles an diesem Geruch feststellen. Fremd war er mir. Nun sollte ich dieser Spur folgen. Es klappte, oder besser gesagt ich wollte nicht so wie die Frauen wollten. Alles war für mich interessanter als dieser fremde Geruch. Schließlich waren wir mit großer Mühe am Ende angekommen und siehe da ich bekam sogar noch eine Belohnung. Also sagte ich mir.“ Paco das hast du toll gemacht“. Die Frauen haben sich beide richtig gefreut. Ich weiß bis heute nicht worüber. Von nun an wurde regelmäßig mit mir geübt. Die Fährten wurden anspruchsvoller und ich immer besser. Aber ehrlich gesagt, in meinem Umfeld glaubte leider niemand so recht an mein Können. Außer meiner beiden „Frauen“.

So wurde Gaby dann auch von vielen belächelt als sie voller Stolz verkündete:“ Wir führen den Eifelpokal“. Welche Herausforderung. Ich freute mich riesig. Wir übten und alles klappte meistens gut. Doch anderthalb Wochen vor unserem großen Tag kam die Ernüchterung. Gaby als „Nichtjägerin“ und ich als zuchtuntauglicher Teckel, mit fehlt nämlich der Bart, durften nicht starten. Sollte all unsere Vorfreude und Mühe vergebens gewesen sein? Natürlich nicht. Schnell stand fest das Gespann heißt „Paco und Ute“.

Wenig Zeit blieb und beiden uns aufeinander einzustellen. Wir übten einmal und dann kam auch schon unser großer Tag. Mir ginges sehr gut. Tolles Wetter, meine große Liebe Tessa begleitete mich, was sollte also an diesem Tag schief gehen?

Der Eifelpokal setzt sich aus zwei Prüfungsfächern, der Schweissarbeit ohne Richterbegleitung und der Waldsuche zusammen, die an zwei aufeinander folgenden Tagen geprüft werden. Ute zog bei der Verlosung Fährte Nr. 3 also hatten wir noch viel Zeit bis zu unserem Start der Schweissarbeit. Ich rollte mich im Auto zusammen und schlief noch ein wenig.

Meine beiden „Frauen“ machten einen nicht so entspannten Eindruck. Vor allem Gaby, meine Chefin, war ziemlich angespannt. So vergingen die Stunden und schon sollte es losgehen. Helmut Münter, ein Richter brachte uns zum Anschuss.

Am Anschuss Fährte 3

Von nun an lief eigentlich alles wie immer. Ute kontrollierte den Anschuss, legte mir die Schweisshalsung samt Riemen an und los ging meine Suche. Diesmal war ich hochkonzentriert, es ging schließlich um etwas. Wir beide zogen zügig im Fichtenaltholz die Schneise hoch, Ute markierte mit rotem Band die Stellen an denen ich Schweiß verwies. Da lag auch schon der erste Verweiser. Schnell bücken, ab in die Tasche damit und weiter. Wundbett 1 war schnell erreicht. Sofort Blinker links und sicher der Fährte folgen. Verweiser 2 war schnell gefunden ebenso das zweite Wundbett. Hier machten wir beide eine längere Pause. Es war schon nach 14 Uhr und sehr warm im Bestand. Ute tränkte mich und wartet so lange bis ich bereit war die Suche fortzusetzen. Rechts über die Wildwiese den Berg hoch, dort zeigte ich ihr schnell den 3. Verweiser. Ebenso das 3. Wundbett. Linker Haken und weiter gings. Das Gelände wurde sehr anspruchsvoll. Fichtenanflug mannshoch, oft angenehme Verleitungen denen ich gerne gefolgt wäre aber Ute hatte mich sehr gut unter Kontrolle. Ein- zweimal versuchte ich diesen verlockenden, bekannten Gerüchen zu folgen aber sofort kam von hinten das strenge, dunkle Kommando „NEIN“, zur Fährte. Ich gehorchte, denn ich kenne auch die Steigerung. Also zirkelte ich Ute durch die Fichten. Ich merkte, dass sie verunsichert war aber zur Beruhigung zeigte ich ihr Verweiser Nr. 4. Weiter ging unsere Suche. Noch immer war alles sehr anspruchsvoll. Brom- und Himbeeren versperrten mir nun vor einer Wildwiese den Weg. Ich umlief sie links. Wir kamen von der Fährte ab und liefen von nun an ca. fünf Meter links von ihr versetzt. Wir überliefen Verweiser Nr. 5. Das Gelände war leicht abfallend. Es konnte nicht mehr weit sein bis zum Ende. Ich spürte eine Veränderung. Die Witterung, die ich wahrnahm war nicht nur die des Schweißes und der Bodenverwundung, nein ich hatte das Endstück in der Nase. Ich änderte sofort mein Suchverhalten und schlich die letzten Meter förmlich bis dorthin. Da lag es. Mein Ziel. Es war vollbracht. Wir beide freuten uns riesig. Ich bekam zur Belohnung etwas ganz leckeres. Ich beutelte das Endstück und nahm es sofort in Besitz. Das bekam auch Frau Gaspers, die Stückrichterin, am eigenen Leib zu spüren. Ich wollte ein wenig mit Ute alleine unseren Erfolg genießen. Konsequent schlug ich sie in die Flucht.

Erschöpft aber überglücklich brachte Ute mich zur Hütte zurück wo meine Chefin Gaby schon aufgeregt auf uns beide wartete. Wir beide hatten es geschafft in 46 Minuten 4 Verweiser zu finden. Eine beachtliche Leistung für einen „Sofalieger“ wie mich. Von nun an konnte ich mich an diesem Tag meiner großen Liebe Tessa widmen. Sie ist mächtig stolz auf mich, das könnt ihr mir glauben.

Erschöpft fuhren wir nach Hause. Denn am nächsten Tag sollten die Abrichtefächer und die Waldsuche geprüft werden.

Ute kam an diesem Abend extra noch einmal von Aachen nach Langerwehe um ein kurzes Stück mit mir zu laufen. Dabei wollte sie nur überprüfen ob ich gehorche. Nichts leichter als das. Also waren wir schnell wieder zu Hause und ließen den Abend ausklingen. Sie fuhr nach Hause und ich ging schlafen.

Die Nacht war nicht lang. Um sechs Uhr klingelte für uns der Wecker und die Nacht war zu Ende. Gaby fühlte sich auch heute nicht sehr gut was ich gar nicht nachvollziehen konnte. Mir ging es blendend. Ich wurde gefüttert, etwas mehr hätte es schon sein können, aber Gaby meint ein hungriger Hund kommt schneller heim. Sie hatte Angst ich könnte zu lange in den Tiefen
des Hürtgenwaldes bei der Waldsuche mein Unwesen treiben.

Wieder hieß es warten bis wir an der Reihe waren. Die Abrichtefächer klappten bis auf die Leinenführigkeit perfekt. Hier zog man uns einen Punkt ab.

Nun war die Waldsuche an der Reihe. Wir fuhren in Begleitung des Försters Melchior in einen entlegenen Revierteil. Ein kurzes Stück mussten wir angehen dann gings auch schon los. Geplant hatten die Menschen das wir die Dickung in linker Richtung durchgehen sollten. Aber mein Plan war anders. Ute schnallte mich, ich steckte die Nase ins Laub und schon bald ging die Jagerei lautstark los. Nur leider in die falsche Richtung. Richter Junge und Förster Melchior guckten sich grinsend an und meinten nur dass es anders geplant sei. Aber der Geruch, den ich in der Nase hatte, war einfach nur verlockend. Ein Stück Rehwild war wohl vor uns dort entlang gezogen und ich folgte dieser Verleitung lauthals. Weiter und weiter zog mich die Fährte in den Bestand hinein und da ich mit einem GPS am Hals ausgestattet bin konnten die Menschen meine wilde Jagd auf dem Handy verfolgen. Die Herren und auch Ute waren begeistert von meiner Arbeit. Ich blieb hart am Ball. Rauf und runter ging sie, die Jagd. Langsam verließen mich meine Kräfte und ich näherte mich meiner Führerin. Auf dem Rückweg zu ihr kam ich am Richter Ramacher vorbei. Auch er lobte mich und bald war ich auch schon bei Ute angekommen. Doch was geschah? Sie leinte mich sofort an. Lobte mich und meinte es würde für heute reichen. Ihr könnt mir glauben, gerne hätte ich noch einmal eine solche Runde gedreht. Erleichtert fuhren wir zur Hütte zurück. Dort wurde ich von meiner Chefin schon erwartet. Sie schloss mich liebevoll in ihre Arme. Im Auto erzählte ich Tessa was ich heute alles erleben durfte.

Wir rollten uns beide zusammen und schliefen eine Weile. Es sollte im Anschluss an die Prüfung noch die Preisverteilung stattfinden. Gespannt warteten wir ab. Endlich war es soweit.

Und siehe da der Gewinnes des Eifelpokals hieß.“ Eik von Horst Emscher“.

Ich wusste zuerst gar nicht das ich gemeint war als der Prüfungsleiter, Herr Ramacher , das Ergebnis verkündete. Von allen werde ich ja nur Paco genannt.

Ich bestand die Schweissprüfung ohne Richterbegleitung mit 4 gefundenen Verweisern in 46 Minuten und die Waldsuche mit 87 Punkten im ersten Preis. Für mich ein rundum gelungenes Prüfungswochenende. Auch meine Chefin konnte sich nun entspannt zurück lehnen. Es war vollbracht.

Es grüßt euch alle euer Paco.

Ihr werdet bestimmt noch einiges von mir, uns hören. Denn ich habe im Januar Verstärkung bekommen. Xox vom deutschen Elchwald heißt der kleine Mann. Ich kann euch sagen zu zweit macht das alles noch viel mehr Spaß.

Für Paco von Ute Quassowski geschrieben.

Tagesieger Schweiß wurden:

Winni vom Grauen Stein mit Führer Dr. Günter S., hier zu sehen am Anschuss der Fährte 4

Anschuss Fährte 4 EP 2014

 Tagessieger "Waldsuche" wurden:

Inka vom Lortzengrund mit Führer Dr. Marc E.

Tagessieger Waldsuche

 

emblem eifelpokal

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